
Kirchenreich Septaria

Das Kirchenreich Septaria liegt nördlich der schneebedeckten Hochplateaus, aus denen später das unabhängige Departia hervorging. Die Region ist geprägt von sanften Ebenen, dichten Wäldern und den mächtigen grauen Gebirgsketten im Westen, die wie eine natürliche Mauer das Land vom restlichen Kontinent abschirmen.
Östlich fließt eine der drei großen Adern Hilians, ein tiefer Stromlauf, der sich wie eine Schlucht in das Land geschnitten hat. Dort fällt das Gelände abrupt ab, und weit unten rauscht der gewaltige Fluss durch den engen Felsspalt.
Diese natürliche Barriere macht den Osten Septarias schwer zugänglich und gleichzeitig gut zu verteidigen. Im Herzen des Kirchenreiches liegt die Festung Kaelumbragh, geistliches und politisches Zentrum des Landes. Sie thront auf erhöhter Ebene und blickt über die wichtigsten Siedlungen, die eng um sie herum angeordnet sind.
Das Gebiet nördlich der Plateaus ist vergleichsweise mild und fruchtbar. Dennoch ist das Leben dort von strengen Regeln, festen Gebetszeiten und einer tief verwurzelten Disziplin geprägt. Das Kirchenreich sieht sich selbst als moralische Leitkraft Hilians.
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Die geografische Trennung zwischen Septaria und Departia ist deutlich sichtbar. Sobald man die ersten Anhöhen der südlichen Hochterrassen erreicht, verändert sich das Klima schlagartig. Aus den grünen und bewohnbaren Flächen Septarias steigt man in die eisigen, hellen Höhen Departias hinauf.
Diese harten Winterlandschaften führten dazu, dass das südliche Volk ein unabhängiges und widerstandsfähiges Selbstverständnis entwickelte, das schon vor der Abspaltung spürbar war.
Zwischen beiden Reichen kam es im Laufe der zweihundertfünfzig Jahre seit der Teilung immer wieder zu kleineren Grenzkonflikten.
Vor allem in den Übergangsgebieten zwischen den Wäldern Septarias und den ersten frostigen Ausläufern der Plateaus entstanden Streitigkeiten über religiöse Zugehörigkeit, Landrechte und Handelswege.
Einige Dörfer wechselten mehrmals den Besitzer, manche Täler wurden vollständig entvölkert, und entlang der Flussschlucht kam es oft zu belagerten Brücken und nächtlichen Scharmützeln.
Trotz der langen Spannungen herrscht seit einigen Jahrzehnten eine Art gespannte Ruhe.
Beide Reiche haben sich in ihrer eigenen Identität gefestigt. Septaria hält an seiner strengen Glaubensführung fest, während Departia im Verborgenen seine Unabhängigkeit stärkt.
Die Ader im Osten bleibt dabei ein strategischer Schlüsselpunkt, denn sie schützt Septaria nicht nur, sondern dient auch als Grenze, die verhindert, dass der Konflikt erneut in größerem Ausmaß ausbricht.



















