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Razuria von Castraphon
Alter 21 Jahre
Körpergröße 1,60 Meter
Statur Schlank und beweglich
Geburtsort
Dörfer nahe Castraphon
Fertigkeit Hexendiebin
Mitglied einer Diebesgilde
Erscheinung
Dunkler verbrauchter Umhang, Schwarzes geflochtenes Haar, Zwei Dolche und Dietriche
Persönlichkeit
Verspielt - Provokativ - Waghalsig - Abenteuerlustig
Gerissen
Herkunft
Aufgewachsen in den kriminellen Netzwerken Castraphons
Mitreisende
Ihr älterer Bruder
Ihr uralter Großonkel
Zweck
Suche nach den Splittern der Tränen der Götter
Charakter
Moralisch zwielichtige Diebin
Okkulte Infiltratorin
Vom Überleben getrieben
Razuria von Castraphon
Razuria von Castraphon war nie dazu bestimmt, ein ruhiges Leben zu führen.
Die Tochter einer Schamanin aus den kalten Nordwäldern und eines einfachen Infanteristen der 10. Legion wuchs zwischen Schmutz, Hunger und schlechten Entscheidungen auf. Mit zehn Jahren verschwand sie bereits in den Schatten der Gassen von Castraphon und schloss sich einer Diebesgilde an, die Kinder schneller zu Werkzeugen machte als Schmiede Eisen zu Klingen.
Klein, schmal und beinahe unscheinbar bewegt sie sich heute wie ein schwarzer Schatten durch Tavernen, Märkte und Adelshäuser. Ihr offenes dunkles Haar ist voller dünner kleiner Zöpfchen mit seltsamen Knöpfchen und Metallringen gebunden.
Der alte schwarze Umhang riecht nach Rauch, Regen und schlechten Nächten. An ihrer Hüfte hängen elegante Dolche, verborgen zwischen Dietrichen, Giftfläschchen und allerlei Werkzeugen, mit denen Türen ihre Meinung ändern.
Doch Razuria ist weit mehr als nur eine gewöhnliche Diebin.
Sie verbindet Schelmenkunst mit verbotener okkulter Magie.
Schlösser öffnen sich manchmal, obwohl sie sie gar nicht berührt.
Menschen vergessen plötzlich, warum sie sie verfolgt haben. Schatten bewegen sich falsch, wenn sie lacht.
Und sie lacht oft.
Zu oft.
Laut, frech, respektlos und manchmal so übertrieben theatralisch, dass selbst betrunkene Tavernenbesucher kurz verstummen. Razuria flirtet mit Gefahr wie andere Menschen mit Musik. Sie provoziert Soldaten aus Langeweile, bestiehlt Händler während sie mit ihnen spricht und hat eine erstaunliche Begabung dafür, in lebensgefährlichen Situationen noch dumme Kommentare zu machen.
Moral besitzt sie ungefähr so viel wie ein hungriger Straßenkater.
Gemeinsam mit ihrem älteren Bruder und ihrem uralten Onkel zieht sie durch die Länder, immer auf der Suche nach Aufträgen, Geld oder wenigstens etwas Essbarem. Ihre Gilde arbeitet heimlich für niedere Kreise des königlichen Hauses von Castraphon. Für die Adligen ist Razuria nichts weiter als ein wegwerfbares Werkzeug aus dem Dreck der Straßen. Sie weiß das ganz genau. Vielleicht lächelt sie deshalb immer so gefährlich.
Als Gerüchte über die Splitter der Tränen der Götter auftauchen, uralte Relikte von unvorstellbarem Wert, beginnt alles zu eskalieren. Angeblich befinden sich Fragmente davon in Taverina, weit entfernt von Castraphon. Mehr als tausend Kilometer voller Monster, Intrigen, Verräter und schlechter Straßen.
Für Razuria klingt das wie Urlaub.
Gemeinsam mit ihrer kleinen, vollkommen fragwürdigen Familienbande macht sie sich auf den Weg nach Taverina. Dort werden sich ihre Wege mit Arkareth, Hirleth, Adélaïe und sogar der gefallenen Engelin Râephâliâ kreuzen. Und selbstverständlich endet nichts davon ruhig.
Besonders nicht, als sie auf Jaleska von Kaelambrach trifft.
Eine rivalisierende Taschendiebin mit ähnlich lockerer Beziehung zu Gesetzen, Eigentum und geistiger Stabilität. Zwischen beiden entsteht sofort eine explosive Mischung aus Konkurrenz, Beleidigungen, Diebstahl und chaotischer Feindschaft. Unterstützt wird Halefka ausgerechnet von dem schweigsamen Aidon, dessen Geduld vermutlich das achte Weltwunder darstellt. Wo Razuria auftaucht, verschwinden Münzen, Messer, Würde und gelegentlich ganze Probleme.
Oder Menschen. Manchmal gleichzeitig.













































